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Weltwassertag - Aktion zum Thema "Mikroplastik in unserem Wasser"

Aktion Weltwassertag 2019 20. + 22. März in Schlanders - Mikroplastik in unseren Gewässern:

Mittwoch, 20. März 2019 
19 Uhr - 20:30 Uhr 
Interaktiver Vortagsabend mit Umweltaktivistin Magdalena Gschnitzer in der Mittelschule “Dr. Fritz Ebner” in Schlanders, Dr. Heinrich Vögele Straße 20.
Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Vortragsabend mit Filmausschnitten zum Thema Plastik in unseren Gewässern, die Probleme, die dies mit sich bringt und Alternativen. >> Hier geht es zur Veranstaltung 

Freitag, 22. März 2019
10 Uhr – 11 Uhr
Bildungsüberfall - Aufruf zum Plastikfasten: „Eine Woche plastikreduziert leben“ im Ortszentrum Schlanders am Hauptplatz beim Brunnen
Gemeinsam wollen wir uns über Alternativen zu Plastikverpackungen und Plastikobjekten in unserem Leben Gedanken machen. Ein interaktiver Infostand mit Lösungsvorschlägen ist vorhanden. >> Hier geht es zur Veranstaltung 

Die Aktion wird von der Kampagne MahlZeit in Zusammenarbeit mit dem Bildungsausschuss Schlanders, der Umweltschutzgruppe Vinschgau EO, der FOS-Marie Curie Meran und der oew Organisation für eine solidarische Welt organisiert.

Weiterführende Informationen zum Thema:

Ein plastifiziertes Leben!

Heutzutage sind wir von Plastik fast vollständig umgeben.Der Abbau von Kunststoff dauert Jahrhunderte, dementsprechend gravierend sind die Auswirkungen, wenn die verschiedenen Plastikteile mal nicht mehr gebraucht werden und in die Umwelt gelangen. Doch Plastik gelangt auch noch auf einem anderen Weg in die Umwelt…

Was ist Mikroplastik?

Mikroplastik sind feste, unlösliche Teilchen aus synthetischen Kunststoffen, die kleiner als fünf Millimeter sind. Zum Teil werden Mikroplastikteilchen Produkten absichtlich zugesetzt, wie im Fall von Kosmetikprodukten. Diese Plastikpartikel können in den Kläranlagen nicht ausreichend herausgefiltert werden und gelangen über das Abwasser in die Gewässer.

Primäres Mikroplastik = Kleinste Plastikteilchen, die z.B. Kosmetikprodukten absichtlich zugesetzt werden

Sekundäres Mikroplastik entsteht unter anderem, wenn Plastikabfälle verwittern. Aus großen Plastikgegenständen entstehen so mit der Zeit immer kleinere Fragmente und schließlich Mikroplastik. Weitere Quellen sind der Abrieb von Autoreifen und Kunststofffasern aus Kleidung und Heimtextilien.

Sekundäres Mikroplastik = Große Plastikstücke zerfallen in kleinste Teile durch Verwitterung und Abnutzung

Was ist das Problem?

Mikroplastikteilchen sind so klein, dass sie sogar von Kleinstlebewesen wie dem Plankton aufgenommen werden. Zum Teil schweben sie gemeinsam mit dem Plankton an der Wasseroberfläche, zum Teil sinken sie auf den Meeresgrund ab. Fische, Schildkröten, Säugetiere, Vögel und Wirbellose nehmen Mikroplastik zum Teil direkt, zum Teil über die Nahrungskette auf, aber auch größere Teile werden oft verschluckt. Viele Tiere verenden daran qualvoll. Zusätzlich problematisch ist, dass die Plastikpartikel selbst oft bedenkliche Stoffe enthalten, sowie Schwermetalle und schwer abbaubare Schadstoffe binden. Besonders weitreichende Auswirkungen haben hormonell wirksame Substanzen wie Weichmacher (Phthalate), Bisphenol A(BPA), bromierte Flammschutzmittel und Organozinnverbindungen. Mikroplastik und Schadstoffe gelangen so in die Nahrungskette und über belastete Lebensmittel wie Fisch, Muscheln oder Meersalz auch in den menschlichen Körper.

Schadet Mikroplastik der Gesundheit?

Ob Mikroplastik gesundheitsschädlich für den Menschen ist, ist noch unklar. Jedenfalls macht Mikroplastik vor den Menschen nicht Halt. Es gibt Hinweise dafür, dass die Aufnahme von Mikroplastik beim Menschen Entzündungen hervorrufen kann. Offizielle Stellen wie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) verweisen darauf, dass eine Risikobewertung aufgrund fehlender Daten derzeit nicht möglich sei.

* Quelle: Verbrauchertelegramm, November/Dezember 2018; Ratgeber „Achtung Plastik“ Global 2000

Das Thema in der Kunst
Viele Künstler und Künstlerinnen setzten sich mittlerweile intensiv mit dem Thema auseinander. So zum Beispiel die international bekannte Künstlerin Mandy Barker. Doch auch in Südtirol gibt es bereits Projekte zu  dem Thema. Eine Zusammenarbeit der Freien Universität Bozen, Fakultät Design, und des Kunstgymnasiums Giovanni Pascoli mit dem Namen “It’s a plasticworld” will besonders das junge Publikum anregen über das Thema Plastik nachzudenken. Die zwei Studentinnen Paola Boldrin und Carolin Schelkle haben sich mit dem Projekt “My Skin. MyOcean. YourPlastic.” besonders dem Thema Mikroplastik in Kosmetikprodukten und deren Auswirkungen auf unser Wasser gewidmet.

 

Wo wurde Mikroplastik bereits nachgewiesen?

  • Fisch und wirbellose Tiere (Greenpeace und Polytechnische Universität der Marken 2018) 
  • Miesmuscheln (Brunel Universität London und Universität von Hull 2018)
  • Meersalz und Speisesalz (Greenpeace und Universität von Incheon in Südkorea 2018, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 2014-2018, Ostchina Universität in
  • Shanghai 2015)
  • Mineralwasser (Staatsuniversität von New York in Fredonia 2018, Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe und Universität
  • Münster 2017) 
  • Leitungswasser (Universität von Minnesota 2017)
  • Bier (Verbrauchermagazin „Markt“ des Norddeutschen Rundfunks 2014) 
  • Erfrischungsgetränke (Zeitschrift „Il Salvagente“ 2018)
  • Luft - 1 Mahlzeit = 114 Mikroplastik-Fasern=68.415 Mikroplastik-Fasern pro Jahr
  • Heriot-Watt University in Edinburgh 2018