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Pressemitteilung: 5.12. - „Internationaler Tag des Bodens“ - Boden, ein unterschätzter Klimafaktor

„Der Boden speichert Treibhausgase, ist ein Wasserreservoir, ernährt uns und bietet Lebensraum für Menschen, Tier und Pflanze. Er baut Schadstoffe ab, produziert Biomasse, ist Lagerstätte für Rohstoffe und beinhaltet das Archiv der Natur- und Kulturgeschichte.“ (Aus: Franz Alt „Was Jesus wirklich gesagt hat“)

Dass der Boden im Klimageschehen eine entscheidende Rolle spielt, geht in der öffentlichen Diskussion viel zu oft unter. Dabei speichern die Böden weltweit mehr als dreimal soviel Kohlenstoff wie Pflanzen oder die Atmosphäre. Weltweit lagern etwa 3.000 Gigatonnen Kohlenstoff in den Böden – das sind 3.000 Milliarden Tonnen. Zum Vergleich: In der Vegetation sind es ca. 600 Gigatonnen, in der Atmosphäre ca. 830 Gigatonnen.

Bodenschutz sichert somit nicht nur die Ernährung zukünftiger Generationen, er kann bei richtiger Bewirtschaftung auch dazu beitragen, den fortschrei­tenden Klimawandel zu bremsen.

Durch eine allzu intensive Landwirtschaft schaden wir dem Boden: schwere Maschinen verdichten den Boden, der Einsatz von Pestiziden und Kunstdüngern schadet der Bodenfruchtbarkeit und setzt klimaschädliche Gase in großen Mengen frei. Eine umweltschonende Land- und Forstwirtschaft zählt daher zu den wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen die Erderwärmung.

Auch durch Versiegelung ist die wertvolle Ressource Boden bedroht:

Die verbaute Fläche hat sich in Südtirol in den vergangenen Jahrzehnten mehr als verdreifacht. Zwei Drittel der verbauten Fläche entfällt auf Wohnsiedlungen, Produktionszonen und sonstige Flächen, ein Drittel auf Verkehrsinfrastrukturen. Jeden Tag wird in Südtirol Boden in der Größe eines Fußballfeldes versiegelt. Dabei dauert es rund 2.000 Jahre, bis zehn Zentimeter fruchtbaren Bodens gebildet sind.

Die Kampagne „MahlZeit“ ruft heute (5. Dezember 2018) anlässlich des Internationalen Tages des Bodens zu einem verantwortungsbewussteren Umgang mit der nicht erneuerbaren Ressource Boden auf und erinnert an das „Bozner Manifest“ des „Bodenbündnisses Europäischer Städte und Gemeinden“ aus dem Jahr 2000.

Um für dieses Zukunftsthema zu sensibilisieren, lädt „MahlZeit“ in Kooperation mit dem Amt für Abfallwirtschaft (früher Amt für Bodenschutz), der Organisation für Eine solidarische Welt OEW und dem Filmclub Bozen zu einem öffentlichen Kinoabend mit freiem Eintritt um 20 Uhr. Zur Vorführung gelangt der deutsche Dokumentarfilm „Der Bauer und sein Prinz“.Eröffnung und Einführung mit Giulio Angelucci, Direktor Amt für Abfallwirtschaft, und Evi Keifl, Koordinatorin der Kampagne „MahlZeit“.

Im Foyer des Filmclubs sind heute (5. Dezember 2018) Poster zum aktuellen Flächenverbrauch in Südtirol, der Boden-Koffer für Schulen (in Ausarbeitung) und einige Bodenprofile ausgestellt. Am Vormittagwurde der Film im Rahmen des Medienprojektes „Kino und Schule“kostenlos für Schulklassen angeboten. Im Laufe des Vormittags haben drei Klassen an der Aktion teilgenommen, die Köcheklasse der LBS Hellenstainer und die zweite Klasse des Sozialpädagogischen Gymnasiums Maria Hueber aus Bozen um 9 Uhr 15 und die Klasse 2a des Realgymnasiums Bozens um 10 Uhr 30.

Ort: Filmclub Bozen, Zeit: 5. Dezember 2018, 20,00 h

http://www.derbauerundseinprinz.de/index.php/derfilm

 

 

 

 


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