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Der Südtiroler Ernährungsrat

Herzlich Willkommen auf der gemeinsamen Homepage des Südtiroler Ernährungsrates und der Kampagne MahlZeit, zweier zivilgesellschaftliche Initiativen, die sich mit den Themen rund um die Ernährungssouveränität auseinandersetzen und dazu beitragen möchten, das Südtiroler Ernährungssystem zukunftsfähig zu gestalten. Das übergeordnete Ziel ist es Räume zu schaffen, in denen Ernährungsfragen auf regionaler Ebene angegangen werden.

Der Südtiroler Ernährungsrat wurde am 16.10.2017 in Meran gegründet. Zurzeit zählt er 16 aktive Mitglieder, die aus den Bereichen Bildung, Forschung, Gastronomie, Landwirtschaft, Vermarktung, Genossenschaftswesen, Ernährungsberatung, Kommunikation und NGO stammen. Aktuell agiert der Ernährungsrat als Arbeitsgruppe ohne offizielle Struktur. Weitere Informationen zur Struktur und den Mitgliedern finden Sie unter "Wer wir sind".

Auf der Agenda des Südtiroler Ernährungsrates stehen für das Jahr 2019 besonders die beiden Themen Gemeinschaftsverpflegung und Gesundheit, Genuss und Esskultur. Zu beiden Themen wurden bereits Ende 2018 Arbeitsgruppen gebildet, die für das neue Jahr Aktivitäten planen. Weitere zukünftige Themen des Ernährungsrates sind Regionale Kreisläufe, Globaler Markt und Biodiversität, sowie der Fokus auf die Verbindung zwischen Produktion und Konsum und die Promotion der Nutz- und Gemeinschaftsgärten (Schulgärten) und des Urban Gardening, sowie des Konzepts "Essbare Stadt".

Das Projekt MahlZeit

Die globale Ernährungssituation ist geprägt von anhaltenden Hungerkrisen vor allem in Südasien und Afrika und andererseits einer steigenden Zahl von fehlernährten Menschen in den Industriestaaten. Multinationale Konzerne versuchen, sich Patente auf Pflanzen und Tiere zu sichern. Das Klima verändert sich, riesige Agrarflächen werden durch Intensivlandwirtschaft degradiert und von Umweltkatastrophen und Kriegen zerstört.

Demgegenüber ist „Ernährungssouveränität” ein Konzept zur Demokratisierung der Lebensmittelproduktion, das unterschiedlichen Gegebenheiten angepasst werden kann. Grundlage dafür ist die „Ernährungssicherheit”, von der FAO definiert als „eine Situation, die eintritt, wenn alle Menschen jederzeit physischen, sozialen und wirtschaftlichen Zugang zu ausreichenden, sicheren und nährstoffreichen Nahrungsmitteln haben, die ihren Nährstoffbedarf decken und ein aktives und gesundes Leben ermöglichen“.

Vor diesem Hintergrund haben sich 2015 in Südtirol Organisationen, Ämter und Institutionen zur Kampagne „Mahlzeit . Coltiviamo la vita . Deboriada“ zusammengeschlossen. Gemeinsam wurden und werden Fragen und mögliche Handlungsfelder diskutiert, aber auch lokale Initiativen umgesetzt oder unterstützt, die Ernährungssicherheit im weitesten Sinne thematisieren und anstreben. In den Jahren 2017 und 2018 hat die Kampagne MahlZeit sich dafür engagiert, dass die Ideen des „Urban gardening“ und der Gemeinschaftsgärten auch in Südtirol Verbreitung finden.